Archiv für April 2014

16. April 2014: Thesen zum allgemeinen Verhältnis von wissenschaftlicher Intelligenz und proletarischem Klassenbewußtsein

Am 16. April gibt es eine Gesprächsrunde in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Hans-Jürgen Krahl untersucht in seinen „Thesen zum allgemeinen Verhältnis von wissenschaftlicher Intelligenz und proletarischem Klassenbewußtsein“ die zunehmende Vergesellschaftung des monopolkapitalistischen Privateigentums (Aktiengesellschaften) und die zunehmende Integration der Wissenschaften in den „produktiven Gesamtarbeiter“, was auch den Klassengegensatz völlig verändert. Ein traditionalistisches Verständnis von industrieproletarisch verengtem Klassenkampf, das an materieller Verelendung, physischer Unterdrückung und erfolgreicher Oktoberrevolution orientiert ist, musste sich so von der neuen historischen Realität immer weiter entfernen, denn Klassenkämpfe unter den Bedingungen von hochzivilisierter Bedürfnisbefriedigung, technologisch bzw. kulturindustriell entfremdeten Bedürfnissen und enthistorisiertem Massenbewusstsein sind etwas ganz Anderes. Das beförderte die Trennung von wissenschaftlicher Politavantgarde und den Bedürfnissen der Masse sowie deren beiderseitige Entfremdung zu „Theorieidioten“ und „Konsumidioten“.