19. Februar 2014: Hans-Jürgen Krahl und die Widersprüche der Kritischen Theorie

Am 19. Februar gibt es einen Audiovortrag mit Diskussion in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule begriff sich in ihrer Frühphase noch als Selbstkritik von Marxismus und Arbeiterbewegung. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es aber eine pessimistische, antitotalitäre Wende, vor allem bei Horkheimer und Adorno, mit politischer Anpassung und Zurückhaltung, aber trotzdem weiterhin Interventionen in der intellektuellen Öffentlichkeit. Ihre Schüler_innen im SDS schlugen eine andere Richtung ein. Das wird einführend dargestellt am Sonderfall vom scharfsinnigen politischen Denken Hans-Jürgen Krahls: Von der Theorie des autoritären Staates bis zum Problem einer ansatzweise emanzipatorischen Organisationsform unter kapitalistischen Zwangsverhältnissen.