Archiv für Juni 2013

3. Juli 2013: Die süße Verlockung

Am 3. Juli treffen wir uns in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Wir diskutieren nochmal über die „Unverzichtbarkeit utopischer Phantasie für radikale Kritik“ anhand eines Textes von Sebastian Tränkle. Dabei würden wir uns einen Teil des Rundfunkgesprächs zwischen Ernst Bloch und Theodor W. Adorno über Probleme des Utopischen anhören. Der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, der als phantasieloser völkisch-kulturalistischer Kitsch ohne utopischen Gehalt kritisiert wird, kann als ein heutiges Gegenbeispiel auch diskutiert werden:

19. Juni 2013: Die süße Verlockung

Am 19. Juni treffen wir uns im hinteren Raum der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 18:30 Uhr. Einfach beim vorderen Veranstaltungsraum durchgehen und dann weiter auf der linken Seite.

Ernst Bloch und Theodor W. Adorno konstatierten 1964 in einem Rundfunkgespräch, dass utopische Entwürfe zunehmend entwertet und tabuisiert werden. Nach bürgerlich-liberalen Dogma wurde utopisches Denken mit ideologisch motiviertem politischen Handeln und Totalitarismus gleichgesetzt. Die Unterschiede der Begriffe Utopie und Plan wurden so nicht beachtet. Dabei soll das Bilderverbot nach Adorno keineswegs als Denk- oder Phantasieverbot verstanden werden, sondern als Maßstab der radikalen Kritik des Bestehenden in der Utopie statt eines „positivistischen“ Planungsanspruches. Nach 1989 gerieten Negativutopien und regressive Vorstellungen mehr in den Vordergrund, die letztlich durch ihre Phantasielosigkeit auffallen. Es geht also, nach Sebastian Tränkle, um die „Unverzichtbarkeit utopischer Phantasie für radikale Kritik“. Darüber diskutieren wir diesmal anhand des Textes:

Zeitgleich läuft auch diese Veranstaltung in der Hellen Panke.