Archiv für Februar 2013

27. Februar 2013: Adornos Reflexionen zur Klassentheorie (Fortsetzung)

Am 27. Februar treffen wir uns in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 18:00 Uhr.

Der Kommunismus wurde im 19. Jahrhundert noch gesehen als eine proletarische Bewegung, die aus einem Klassenkampf heraus den Sturz der herrschenden Klasse bewerkstelligen sollte. Dabei sollte die proletarische Verelendung, die bei Marx und Engels aus dem Akkumulationsgesetz folgt, schließlich zur Revolution drängen. Zu Adornos Zeiten war die Klassenfrage schon in den Hintergrund gerückt und die bürgerliche Soziologie beschäftigte sich nur mit den Formen der Vergesellschaftung, nicht mit ihrer Klassen- und Herrschaftsgeschichte.

Die „Verelendungstheorie“ begreift Adorno als Folge des „freien Spiels der Kräfte im liberalen System“, wobei der „ungestörte, autonome Ablauf des Wirtschaftsmechanismus“ vorausgesetzt wird. Aber zur bürgerlichen Rationalität gehört auch die Absicht, mit „außerökonomischen“ Maßnahmen die meisten Erscheinungen des Elends zum Verschwinden zu bringen, um die eigene Herrschaft zu erhalten: Arbeitslosenunterstützungen, Zugaben, Trinkgelder oder mediale Manipulationen im Sinne der Herrschenden. Adorno erklärt die Verbesserung der ökonomischen Lage in der Massengesellschaft also vor allem herrschaftslogisch. Darüber diskutieren wir diesmal anhand des Textes:

13. Februar 2013: Adornos Reflexionen zur Klassentheorie

Am 13. Februar treffen wir uns im hinteren Raum der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 18:00 Uhr. Einfach beim vorderen Veranstaltungsraum durchgehen und dann weiter auf der linken Seite.

Bei Marx und Engels war der Kommunismus noch denkbar als eine vom Proletariat ausgehende kommunistische Bewegung, die aus einem Klassenkampf heraus den Sturz der herrschenden Klasse bewerkstelligt. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts trat die Klassenfrage in den Hintergrund und es gab eine historische Desillusionierung.

Daran knüpfen Adornos Reflexionen an. Er liefert seine Interpretation der Marxschen Aussage, alle bisherige Geschichte sei „Geschichte von Klassenkämpfen“ bzw. „Vorgeschichte“. Darauf folgt eine veränderte Analyse der Klassengesellschaft, die inzwischen an der Oberfläche wie eine „klassenlose Gesellschaft der Autofahrer, Kinobesucher und Volksgenossen“ aussah. Auch beim Klassenbegriff geht es um die egalitäre Form der Klasse und ihre ebenso vorhandenen inneren Herrschaftsverhältnisse. Darüber diskutieren wir diesmal.

Zeitgleich läuft auch diese Veranstaltung in der Hellen Panke.