18. Juni 2014: Dialektisch-humanistische Revision der Psychoanalyse bei Erich Fromm

Am 18. Juni gibt es Audiovorträge mit Diskussion in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Es gibt zwei Audiovorträge von Erich Fromm zu hören. Darin stellt er zunächst seine auf der Freudschen Psychoanalyse basierende aber auch deutlich davon abweichende Sozialpsychologie vor. Dann erklärt er schließlich noch ausführlich die Zusammenhänge zwischen Humanismus und Psychoanalyse sowie deren gemeinsame Grundausrichtung.

21. Mai 2014: Peter Brückners politische Psychologie

Am 21. Mai gibt es eine Gesprächsrunde in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Zur Einführung in die politische Psychologie von Peter Brückner gibt es einen Text, in dem seine Psychologie im biographischen und zeitgeschichtlichen Kontext vorgestellt wird. Darin geht es um die politisierte, „eingreifende“ Wissenschaft und die repressiven Reaktionen darauf, jugendliche Provokation als befreiender Aufstand und das subversive Moment von Bildung in der Studentenbewegung, aber auch das Abdriften in Rigorismus bzw. dogmatische Unerbittlichkeit oder in subkulturelle Desintegration bis zur Gettoisierung, strukturelle Gewalt in der Sozialisation der Menschen und schließlich die „konkrete Psychologie“ der deutschen Nachkriegsgeschichte.

16. April 2014: Thesen zum allgemeinen Verhältnis von wissenschaftlicher Intelligenz und proletarischem Klassenbewußtsein

Am 16. April gibt es eine Gesprächsrunde in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Hans-Jürgen Krahl untersucht in seinen „Thesen zum allgemeinen Verhältnis von wissenschaftlicher Intelligenz und proletarischem Klassenbewußtsein“ die zunehmende Vergesellschaftung des monopolkapitalistischen Privateigentums (Aktiengesellschaften) und die zunehmende Integration der Wissenschaften in den „produktiven Gesamtarbeiter“, was auch den Klassengegensatz völlig verändert. Ein traditionalistisches Verständnis von industrieproletarisch verengtem Klassenkampf, das an materieller Verelendung, physischer Unterdrückung und erfolgreicher Oktoberrevolution orientiert ist, musste sich so von der neuen historischen Realität immer weiter entfernen, denn Klassenkämpfe unter den Bedingungen von hochzivilisierter Bedürfnisbefriedigung, technologisch bzw. kulturindustriell entfremdeten Bedürfnissen und enthistorisiertem Massenbewusstsein sind etwas ganz Anderes. Das beförderte die Trennung von wissenschaftlicher Politavantgarde und den Bedürfnissen der Masse sowie deren beiderseitige Entfremdung zu „Theorieidioten“ und „Konsumidioten“.

19. März 2014: Kritische Theorie und Praxis

Am 19. März gibt es eine Gesprächsrunde im hinteren Raum der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 18:30 Uhr. Einfach beim vorderen Veranstaltungsraum durchgehen und dann weiter auf der linken Seite.

„Kritische Theorie und Praxis“ ist neben dem Nachruf zu Adornos Tod die zweite Kritik der Kritischen Theorie Adornos im Buch „Konstitution und Klassenkampf“ von Hans-Jürgen Krahl. Darin geht es um die Erfahrung des Faschismus und irrationalisierte Spontaneität im faschistischen „Naturzustand“, die Psychoanalyse bei Adorno, den revolutionstheoretischen Stellenwert der Erkenntnistheorie, die falsche Orientierung auf das traditionelle unmittelbare Industrieproletariat und folglich das Abhandenkommen der Klassenfrage.

Zeitgleich läuft auch diese Veranstaltung in der Hellen Panke.

19. Februar 2014: Hans-Jürgen Krahl und die Widersprüche der Kritischen Theorie

Am 19. Februar gibt es einen Audiovortrag mit Diskussion in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule begriff sich in ihrer Frühphase noch als Selbstkritik von Marxismus und Arbeiterbewegung. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es aber eine pessimistische, antitotalitäre Wende, vor allem bei Horkheimer und Adorno, mit politischer Anpassung und Zurückhaltung, aber trotzdem weiterhin Interventionen in der intellektuellen Öffentlichkeit. Ihre Schüler_innen im SDS schlugen eine andere Richtung ein. Das wird einführend dargestellt am Sonderfall vom scharfsinnigen politischen Denken Hans-Jürgen Krahls: Von der Theorie des autoritären Staates bis zum Problem einer ansatzweise emanzipatorischen Organisationsform unter kapitalistischen Zwangsverhältnissen.

6. Dezember 2013: Der politische Widerspruch der Kritischen Theorie Adornos

Am 6. Dezember treffen wir uns in der Hellen Panke, Kopenhagener Str. 9 (beim S+U-Bhf. Schönhauser Allee) ab 19:00 Uhr.

Diesmal wollen wir über den „politischen Widerspruch der Kritischen Theorie Adornos“ sprechen. Im gleichnamigen Text von Hans-Jürgen Krahl geht es um die fehlende objektive Parteilichkeit des Denkens in Adornos Theorie und die Denunziation linker Aktionen als blindes Provozieren von faschistischem Terror, was aber eine differenzierende Kritik an linken Bewegungen und deren Praxis verunmöglicht. Folglich kam es auch zum Konflikt zwischen Adorno und seinen Schüler_innen, die so zu seinen politischen Gegner_innen wurden.